s´Kieneck

de Enzianhitt´n auf 1107m

Geschichtliches über de Hitt´n

Tafel

Das Kieneckerkreuz

Ein Kreuz am Wegesrand – unser Kreuz ist unvergesslich

Zum 100jährigen Sektionsjubiläum wurde ein Gedenkkreuz für alle verstorbenen Enzianer auf dem Eigengrund der Marktgemeinde Hinterbrühl – oberhalb des Steinbruches – errichtet.

Ein Dank gilt in erster Linie dem Erbauer, Pepi Gutscher, Drechslermeister aus Altlengbach, außerdem dem Schlosser Lorenz Draxler aus Weissenbach sowie Freunden des Österr. Alpenvereins für die Uneigennützige und gänzlich kostenlose Herstellung und Montage!

Der Herrgott hat unseren Pepi am 15.Jänner 1995 zu sich berufen, und er wird als tiefgläubiger Mensch fortan über das zerstörte Mahnmal wachen.

Das Kreuz wurde am 26.August 1994 von Vandalen in Menschengestalt zerstört und in den Steinbruch geschmissen. Diese Menschen verdienen die Bezeichnung „Mensch“ nicht, sondern Verachtung und nochmals Verachtung!

Wie anfangs erwähnt, galt dieses Symbol dem 100jährigen Bestehen der Sektion Enzian. Zum Gedenken wurde dieses Mahnmal am 26.Oktober 1989 unter großer Anteilnahme der Hinterbrühler Bevölkerung und Gäste aus Deutschland von Prof. Dr. A. Bauernfeind geweiht und in die Das Kieneckerkreuz am 02.10.2010 Obhut der Gemeinde übergeben. Die damals noch ganz junge Gaadener Musikkapelle mit ihrem rührigen Bürgermeister Hofrat Manfred Zeller umrahmte diese würdige Feier.

Die Reste des zerstörten Gedenkkreuzes sollten nun geborgen werden. Viele Freunde haben sich spontan bereit erklärt und ihre Mithilfe bei einer etwaigen Wiedererrichtung zugesagt, ja sogar gefordert. Als Obmann der Sektion Enzian habe ich Rücksprache mit dem Sektionsvorstand gehalten, dieser ist jedoch der Ansicht, die einzelnen Teile des Kreuzes auf das sektionseigene Grundstück Kieneck zu bringen.

Dort soll es weiterhin den ihm vorbestimmten Zweck erfüllen und Mahner für Frieden und Freiheit sein.

K. Stachelberger

    

Eine fein-jährige Lärche für Jahrzehnte

Unser Obmann lud mich ein, ein paar Gedanken über das zerstörte Kreuz und seinen Erbauer, meinen Vater, niederzuschreiben.

1988 wurde ein Baum aus der Ramsau, eine fein-jährige Lärche, im Sägewerk Wittmann in Kleinzell aufgeschnitten.

Karl Stachelberger transportierte, Vater zimmerte und schnitzte. Das Gedenkkreuz, das am 26.Oktober 1989 anläßlich des 100jährigen Bestehen der Sektion Enzian geweiht wurde, war nicht für die Ewigkeit bestimmt.

Als Vater 1994 von der Zerstörung erfuhr, geriet er außer Rand und Band.

Auf Wunsch meines Vaters soll dieses Kreuz aus fein-jähriger Lärche uns in ewiger Erinnerung bleiben.

Josef Gutscher

Quellennachweis: Festschrift 100 Jahre Enzianhütte

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